Systemisches Konsensieren® nach dem SK-Prinzip®

Am 16. April 2019 mit Mathias Schwab, Coach/ Supervisor/ Organisationsberater und Erwachsenenbildner.

Klassische Command-and-Control-Führungsmechanismen sind nicht mehr zeitgemäss und umsetzbar. Dennoch sind Entscheidungsträgerinnen und –träger in Organisationen täglich verantwortlich für gute Entscheidungen auf allen Ebenen organisationalen Geschehens. Im Idealfall setzen die Beteiligten Entscheidungen engagiert und kraftvoll um. Zuweilen heisst es nach Diskussionen im Team, wenn eine Entscheidung zu treffen ist: „Stimmen wir ab – die Mehrheit gewinnt!“ Wer allerdings eine Mehrheitsabstimmung verloren hat, sieht seine Bedürfnisse und Interessen nicht vertreten. Möglicherweise sucht man auch nach einem Kompromiss, bei dem alle Beteiligten etwas gewinnen und etwas verlieren – und doch keiner so richtig zufrieden ist. Auch dies kann die Umsetzungsmotivation beeinträchtigen.

Führungskräften, Gestalterinnen/ Gestaltern und Unternehmerinnen/ Unternehmern steht für sicheres Agieren bei ergebnisoffenen Entscheidungssituationen oder Entscheidungsvorbereitungen seit einiger Zeit ein neues, wirksames Instrument zur Verfügung, welches tragfähige Entscheidungsprozesse ermöglicht: Das kooperative Verfahren Systemisches Konsensieren® nach dem Systemischen Konsens-Prinzip® (SK-Prinzip®), welches die beiden Österreicher Erich Visotschnig und Siegfried Schrotta seit etwa 10 Jahren entwickeln, eproben und verfeinern.

SK bietet eine erstaunlich einfache Lösung auch für komplexe Entscheidungssituationen, indem der Fokus nicht mehr darauf gelegt wird, was die meisten wollen sondern darauf, was die wenigsten ablehnen. Somit entsteht ein konstruktiver Wettbewerb um gute Lösungen, welcher die Interessen und Bedürfnisse möglichst vieler Beteiligter aufnimmt. Es geht nicht mehr darum, andere zu übertrumpfen oder möglichst viele „Gegner“ von der eigenen Position zu überzeugen sondern darum, möglichst viele ins Boot einer für alle akzeptablen, tragfähigen Lösung zu holen. Dies funktioniert, indem Einwände und Bedenken ernst genommen, quantifiziert und explizit einbezogen werden. SKnutzt die kollektive Intelligenz konsequent und mehrperspektivische Zugänge kreativ. In einem hochstrukturierten, mehrschrittigen Prozess wird aus unterschiedlichen Lösungsvorschlägen eine Akzeptanzmehrheit ermittelt.

Die Entscheidungsalternative mit der höchsten Akzeptanz…

  • o …löst das Problem am ehesten zufriedenstellend;
  • o …erzeugt die geringste Unzufriedenheit in der Organisation;
  • o …wird von allen gemeinsam am leichtesten angenommen und mitgetragen;
  • o …kommt einem Konsens und allgemeinen Interessenausgleich am nächsten;
  • o …erzeugt somit das geringste Konfliktpotenzial;
  • o …kommt daher als Problemlösung am ehesten in Frage;
  • o …und ist mit dem geringsten Aufwand umzusetzen.

Um sich und anderen bei kleineren und grösseren Herausforderungen intelligentes Entscheiden leichter zu machen, half dieser ErfahrensWert-Einführungsworkshop weiter: wir lernten, probierten gemeinsam aus und diskutierten die Umsetzungsmöglichkeiten in unserem Wirkungsfeld.

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