Laterale Führung

Mit Bruno Christen, Organisationsberater und Coach, adhoc-Beratung Luzern

Laterale Führung heisst, sich mit Personen zu verständigen, auf die man angewiesen ist, über die man aber keine oder nur bedingte Weisungsbefugnis hat. Entsprechende Führungssituationen sind in der Projektarbeit oder auch in Expertenorganisationen anzutreffen. Laterale Führung verlangt mehr als eine Koordination der Beteiligten.

Ziel der lateralen Führung ist es immer, vereinbarte oder vorgegeben Ziele im Kontext komplexer Rahmenbedingungen zu erreichen. Da bei der lateralen Führung die traditionellen Führungsinstrumente oft an Grenzen stossen, bedarf es anderer, eher informeller Instrumente der Führung. Im Zentrum stehen dabei folgende Steuerungsmechanismen:

Verständigung erreichen Welche Werte, Interessen und Auffassungen werden im Projekt vertreten? Welche Interessenskonflikte zeichnen sich ab?
Machtgefüge arrangieren Wer spielt in der «Arena» regelmässig mit? Welche Abhängigkeiten begrenzen die Machtmöglichkeiten der Akteure?
Vertrauen aufbauen Welche vertrauensfördernden Elemente gibt es schon? Was fördert das Misstrauen?

Laterale Führung folgt einer Logik der Kontingenz statt Konsequenz. Das heisst, laterale Führungskräfte halten sich für die Auffassungen und Interessen der Anderen offen.

Nach einem Input werden konkrete Praxisbeispiele thematisiert.

Dienstag, 27. August 2019, 13.30 – 17.00 am Limmatquai 102 (Eingang in Schmidgasse 1), 8001 Zürich (7 Minuten vom HB)

Anmeldung an: bruno.christen@adhoc-beratung.ch